NEUHEIT DONKEY KONG der Schaustellerfamilie Janet und Michael Schottenloher

Auf der diesjährigen Erlanger Bergkirchweih entdeckten wir ein in Deutschland einzigartiges und sehr interessantes Geschäft welches wir gerne näher vorstellen möchten. Es handelt sich um einen sogenannten transportablen Hochseilgarten, er heißt „Donkey Kong“ und ist für Kinder ab 4 Jahren geeignet. Stolze Eigentümer sind Janet und Michael Schottenloher aus Nürnberg die auch regelmäßig Ihre beiden beliebten Geschäfte Märchenkarussell und den Schlag-Hammer-Exoten „Tool Time“ am Straubinger Gäubodenvolksfest präsentieren.

Was ist nun aber „Donkey Kong“ genau? Nun es ist kein Karussell, Kinderkarussell oder Laufgeschäft im herkömmlichen Sinne, sondern ein Klettergarten für vornehmlich kleine Kirmesbesucher, ähnlich wie Hochseilgarten, welche in Deutschland momentan sehr beliebt sind. Dabei legen die Kinder oder auch Erwachsenen – wobei Donkey Kong wie bereits erwähnt eher für die kleinen Volksfestbesucher ausgelegt ist – eine Wegstrecke von knapp über 50 Metern zurück und müssen dabei 8 verschiedene Hindernisse, wie z. B. Hänge-, oder Wackelbrücken, Balancierbalken oder eine sogenannte „Hühnerleiter“ überwinden.

Nach dem „einchecken“ an der Kasse wird jedem Besucher – egal ob Groß oder Klein – ein sogenannter Kombigurt angelegt, wie sie auch von Industriekletterern oder Bergsteigern benutzt werden. Nach dem genauen anpassen des Gurtes am Körper wird der Besucher mit einem Seil an einem „Mitnehmer“ eingehängt, welcher sich innerhalb der Laufschiene befindet. So kann der mutige Kletterer, jeder Zeit total abgesichert,  den Hindernis-Parkour über den Dschungel - in dem unter anderem auch Schlagen, Spinnen und Krokodile lauern (aber keine Bange, die Tierchen sind nicht echt!) - absolvieren.

Da die Familie Schottenloher schon immer auf Familiengeschäfte spezialisiert ist, zählt bei dieser Anlage auch hier besonders der Familiensinn, da z. B. Eltern oder Begleitpersonen, die den Parkour nicht selbst durchlaufen oder ihre Kinder dabei begleiten, sich auch im inneren der Anlage oder an der Rückfront aufhalten dürfen. So können sie auch verbal unterstützend tätig werden und den Kindern Mut zusprechen.

Sicherheit ist am Donkey Kong stets gewährleistet, denn sollte sich ein Kind dennoch einmal nicht trauen weiter zu laufen, ist es dem Personal stets möglich an jeder Stelle „einzugreifen“, in die Anlage zu klettern, den Gurt des Kletterers „umzuhängen“, bzw. das ängstliche Kind an sich zu leinen und separat mit sogenannten „Sitzgurten“ nach unten zu führen.

Dies dauert zwar dann immer einige Momente, geht aber immer schnell von statten, damit sich auch für die nachfolgenden „Kletter-Spezialisten“ kein großer Stau ergibt, denn überholen im Parkour ist leider nicht möglich. Dem Spaß tut dies jedoch keinen Abbruch und die kleinen Kirmesbesucher warten dann geduldig und interessiert wie es nun weiter geht.

Donkey Kong bietet maximal 10 Besuchern gleichzeitig Kletterspaß, wobei sich 8 davon auf dem Laufweg befinden, und 2 im Ein- und Ausgangsbereich an-, bzw. abgegurtet werden.
Diese Anlage ist auch insofern äußerst Interessant, weil sie nicht nur einen gewissen Spaßfaktor darstellt, sondern auch einen durchaus therapeutischen Aspekt bietet, da hier die Sinne jedes Kindes geschärft werden - es muss stets greifen, fühlen, tasten, balancieren und sich auf den Laufparkour konzentrieren. Dadurch werden auch Motorik und Konzentrationsfähigkeit beansprucht bzw. gefördert.

Erstaunlicherweise können auch zum Teil behinderte Kinder diese Wegstrecke absolvieren, zwar etwas langsamer, aber stets erfolgreich, was auch das Selbstbewusstsein stärkt. Somit ist „Donkey Kong“ eine tolle Anlage mit hohem Bewegungs-, Lern- und Spaßfaktor.

UND: keine Bange!
Die Krokodile, Schlangen und andere Tierchen über die man klettert, sind allesamt NICHT echt.

Wie der Name schon erahnen lässt ist „Donkey Kong“ mit einer Dschungel-Szenerie an der Rückwand bemalt und – wie eingangs erwähnt - mit einigen Deko-Elementen wie Schlangen und Krokodilen in Fang- und Tarnnetzen ausgestattet. Die Anlage soll aber in Zukunft noch weitere Dekorationen erhalten und ausgebaut werden. So hat Michael Schottenloher in den Wintermonaten die Rückwand erhöht, das Geschäft weiter mit Scheinwerfern illuminiert, vor allem aber Änderungen nach der neuen DIN-Norm vorgenommen, wie die Traglast der Führungsschiene erhöht oder neue und höhere Geländer angebracht um stets eine optimale Sicherheit für die Besucher zu gewährleisten.

Zu den Ausmaßen vielleicht noch soviel: der Hochseilgarten ist 11 Meter lang, 7 Meter tief (mit großer Rückwand 9,5 Meter), die Balancierhöhe liegt bei 2,5 Meter, die maximale Höhe bei 5,5 Metern. Donkey Kong wird komplett in einem Anhänger verladen, entspricht den neuesten Vorschriften, sowie auch aktuell der neuen DIN-Norm 13814 und zum Aufbau benötigt man ca. 1 Tag mit 3 Personen.

Bei unserem Besuch in Erlangen konnten wir ein erstauntes und interessiertes Publikum beobachten, welches gerne dem quirligen Treiben im inneren der Anlage zusah. Viele Meinungen gingen dahin das „Donkey Kong“ ein sehr interessantes Geschäft sei und durchaus Potenzial hat wovon wir ebenfalls überzeugt sind. Und auch die „Kletter-Spezialisten“ selbst hatten Spaß ohne Ende und waren besonders stolz den Parkour oft alleine bewältigt zu haben. Somit hoffen wir das „Donkey Kong“ noch auf vielen anderen Plätzen auftaucht – und vielleicht auch schon bald auf dem Straubinger Gäubodenvolksfest.

Wir wünschen der Familie Schottenloher mit ihrem neuen Geschäft alles Gute und stets erfüllte und lachende Kinderaugen!


Text: Thomas Schmid
Bilder: Andreas Kett, Michael Schottenloher, Archiv Familie Schottenloher