Die Neigert´s – eine liebenswerte Schaustellerfamilie stellt sich vor!

In unserer diesjährigen Familien-Reportage möchten wir Ihnen heute einmal die Familie Neigert aus Reisbach bei Dingolfing vorstellen welche bereits seit Jahren mit ihren schönen und hoch-gepflegten Geschäften u. a. die Straubinger Fest beschickt. Beginnend mit dem Hochseilartisten und Familienoberhaupt Eugen Neigert möchten wir Ihnen die Neigert´s einmal näher bringen.

Eugen Neigert begann als junger Mann mit Hochseilartistik und wechselte dann später nach 2 schweren Unfällen aus gesundheitlichen Gründen in die Schaustellerei und begann seine Selbständigkeit über die Jahre hinweg zu einem sehr erwähnenswerten Aufstieg. Mit Geschäften wie einer Kinder-Eisenbahn oder dem „Fallschirmflug“ bereiste er fortan Feste in ganz Bayern und darüber hinaus. 1974 gesellte sich ein sogenannter „Twister“ (Hersteller Fähtz) mit dem klangvollen Namen „Hawaii Swing“ in den Besitz von Eugen Neigert welcher bis heute im Familienbesitz betrieben wird.

Hawaii Swing

Sein Sohn Carmo Neigert half schon früh mit und so wurde der „Hawaii Swing“ oft unter seiner Regie auf- und abgebaut. Carmo steckte neben seinen 3 Geschwistern (2 Jungs und 1 Mädel) schon als Jugendlicher viel Herzblut in den Twister, hegte und pflegte ihn wo es nur ging. Vor über 30 Jahren lernte er dann seine spätere Frau Manuela kennen, eine „Bürgerliche“ wie man in Schaustellerkreisen so schön sagt, also keine „geborene“ Schaustellerin. Die Verbindung festigte sich und hielt – bis heute! Carmo dürfte es bis heute nicht bereut haben eine so geschäftstüchtige und fleißige Ehefrau bekommen zu haben. 1990 kam dann Sohn Kevin und 6 Jahre später sein Bruder David zur Welt, die auch beide in den elterlichen Betrieben mitarbeiten

Besonders Kevin ist sehr engagiert was die Familientradition bezüglich des „Hawaii Swing“ betrifft und so wurde dieser in den letzten Jahren komplett umgestaltet und man kann überzeugt sagen, dass der „Hawaii Swing“ zu den schönsten Reiseanlagen zählt, welche man in Deutschland finden kann. Mama Manuela erzählte uns im Interview, dass Kevin selten mit Teddys oder andern Kuscheltieren schlafen ging – nein bereits mit 3 Jahren musste oder durfte immer eine Bohrmaschine mit ins Bett ohne die Kevin nicht glücklich war. Anfangs machten sich die Eltern Manuela und Carmo noch darüber Gedanken ob das denn „normal“ sei und auf Nachfrage bei einem Kinderarzt meinte dieser, dass es völlig im „grünen Bereich“ läge. Später zeigte sich dann tatsächlich, dass Kevin handwerklich sehr geschickt war, früh mit technischen Belangen in Berührung kam, zu jeder Zeit großes und technisches Verständnis aufwies und – man darf es bereits vorweg nehmen - er ab Ende der Saison 2016 stolzer Besitzer des „Hawaii Swing“ sein wird!

Kevin ist mehr als stolz auf seinen „Hawaii Swing“, denn bei unserem Besuch erklärte er genau was alles neu gemacht und verbaut, was geändert oder ergänzt wurde und man merkte schon vor Jahren immer den Bezug zu diesem Karussell – war er ja schon früh durch seinen Opa Eugen damit vertraut und auch schon als Kind sah man Kevin fleißig mithelfen!

Besonderes Umbauten am Hawaii Swing

Am Straubinger Familienfest konnten wir uns auch vom Umbau des „Hawaii Swing“ überzeugen. Seit dem letzten Jahr extrahierte man die Kasse, bzw. den Fahrstand, so dass dieser nicht mehr – wie früher – in der Rückwand integriert ist, sondern individuell auf jedem Platz anders gestellt werden kann – so wie es eben die Platzverhältnisse zulassen und man sich besser auf die örtlichen Gegebenheiten einrichten kann. Die Rückwand wurde komplett neu gestaltet und durch den Hausmaler der weltweit-bekannten Karussell- und Spezialmaschinenbau Zierer im niederbayerischen Offenberg neu und frisch mit Strand-Szenerien bemalt. Hierzu kam eine Airbrush-Technik zum Einsatz. Hinzu kam eine komplett neue LED-Beleuchtung sowohl am Fahrstand als auch an der Rückwand die in unzähligen Möglichkeiten und Variationen angesteuert werden kann. Mehr als 10 Minuten dauert es bis das Beleuchtungsprogramm erst wieder von vorne beginnt. Durch einen neuen Frequenzrichter kann der „Hawaii Swing“ besonders stromsparend (bis zu 45 %) und leise betrieben werden – was durchaus ein Zulassungskriterium für manche Plätze ist und auch die neue LED-Beleuchtung tut ihr übriges bei der Stromeinsparung bei. Zu den Hauptplätzen des „Hawaii Swing“ zählen u. a. Plätze wie Landshut, Straubing (Frühjahr), Moos, Freising, Amberg, Deggendorf (Frühjahr), Mainburg usw. Aber auch Volksfeste wie Velden, Rinchnach, Schöllnach oder Grafenwöhr gehören zur Reiseroute dieses wunderschönen Familienkarussells! Besonderer Clou an heißen Tagen: im vorderen Teil der Anlage befinden sich zwei „See-Pferdchen“ von denen Eines die Fahrgäste gerne einmal „nass macht“! Auch für behinderte Menschen ist bestens am „Hawaii Swing“ gesorgt, denn für Rollstuhlfahrer z. B. hat man extra eine Auffahrtsrampe erstellt damit es auch Menschen mit Einschränkungen möglich ist einen tollen Fahrspaß zu genießen. Und mit einem geringen Platzbedarf von 21 x 24 Metern, aber eine Fahrhöhe von fast 14 Metern zählt Neigert´s „Hawaii Swing“ bestimmt nicht zu den kleinen Anlagen!

Umwelt- und Klimaschutz

Auf Umwelt- und Klimaschutz legt man innerhalb der Familie ebenfalls besonderen Wert. Neben den bereits erwähnten „Umrüstungen“ auf LED-Technik, den neuen Frequenzrichter usw. ist noch zu erwähnen, dass man sogar auf der Lagerhalle am Grundstück bereits Solarzellen mit 29,7 KW Eigenleistung verbaut hat! Also nicht nur an den Geschäften wird hier vorbildlich agiert.

Power Games und Himmlisches Zuckerl

Die Familie Neigert betreibt aber auch noch weitere schöne und optisch herausragende Reihengeschäfte. 2 Spielgeschäfte mit dem Namen „Power Games“ gehören dazu, eine „Schmankerlhütte“, aber auch ein Süßwaren-Spezialgeschäft mit dem klangvollen Namen „Himmlisches Zuckerl“ – welcher optisch ein echter Hingucker ist! Sowohl das „Himmlische Zuckerl“ als auch ein „Power Games“ stehen seit einigen Jahren auf dem renommierten Straubinger Gäubodenvolksfest. Die „Power Games“ bereits seit ca. 12 Jahren, das „Himmlische Zuckerl“ seit 4 Jahren. Während man an den „Power Games“ sein Glück beim lustigen „Kugelstechen“ versuchen kann, gibt es am „Himmlischen Zuckerl“ Köstlichkeiten der ganz speziellen Art.

Hochwertig-qualitative Produkte aus eigener und exklusiver Herstellung sind der Familie Neigert besonders wichtig! Und das schmeckt man auch an den Produkten. Spezialmandeln oder exotische Früchte mit Schokoladenüberzügen aus belgischer Pralinen-Schokolade sind nur zwei Beispiele für Produkte die besonders Manuela Neigert wichtig sind und die sie auch stets persönlich und akribisch überprüft! Auch gibt es am „Himmlischen Zuckerl“ besondere Mandelsorten die man sonst nicht überall erhält: „Raffaello“, „Bailey´s“, „Chilli“, „Nutella“, „Erdbeer“- oder „Himbeer-Balsamico“ sind nur einige Sorten die auch besonders vom Publikum gut angenommen werden! Darüber hinaus gibt es zum Straubinger Gäubodenvolksfest auch Bio-Herzerl fürs „Herzerl“, oder auch sogenannte „Klima-Herzerl“ der Firma „Zuckersucht“, wobei hier durch die Herstellerfirma 10 Cent pro verkauftem Herz an den Klimaschutz gespendet werden! Eine sehr vorbildliche Idee mit Nachahmcharakter! Schokofrüchte und –spieße gibt es mit der bereits erwähnten belgischen Pralinen-Schokolade (Firma Callebaut) in Vollmilch, Weiß, Zartbitter, Erdbeere und sogar in Orange! Letztere - also die Spieße findet man jedoch leider nicht im Sortiment am Gäubodenvolksfest was wohl generell dem großen Angebot auf dem Fest geschuldet ist. Aber alleine schon die riesige Auswahl an den verschiedenen Mandelsorten lohnt auf jeden Fall einen Besuch bei Manuela und Carmo Neigert! Probieren Sie doch mal selbst die leckeren Mandeln aus eigener Herstellung!

Die Festgäste kaufen gerne bei der Familie Neigert ein – das sieht und fühlt man. Dies liegt aber auch an der freundlichen und liebenswerten Art wie sie ihre Geschäfte betreiben. Stets in Familienhand, stets Familienbetrieben und ebenso stets kundenfreundlich! Behindertenfreundlichkeit wird bei der Familie Neigert generell sehr wichtig genommen – egal an welchem Geschäft. So werden z. B. an den „Power Games“ auch mal ganze „Kugelkästen“ vor das Geschäft getragen, damit auch Rollstuhlfahrer die Möglichkeit haben an den Spielen teilzunehmen. Auch die Preise sind nicht 08/15 wie bei manchen anderen Betrieben. Gesellschaftsspiele, Lizenz- und Elektronikware aber auch Großgewinne werden an den „Power Games“ ausgespielt! Ein „Power Games“ – Geschäft wurde im vergangenen Winter übrigens komplett auf LED-Bubbles umgerüstet (>>> siehe weiterer Artikel) und so erstrahlt das Geschäft in den Abendstunden in einem tollen und abwechslungsreichen Lichtermeer. Auch das zweite „Power Games“ soll in Kürze noch umgestaltet werden!

Was gibt es Aktuelles?

Und aktuell? Nun Sohn Kevin hat ebenfalls schon für Nachwuchs gesorgt und somit steht der nächsten Generation der Neigert´s und der Fortführung der Familientradition nichts mehr im Wege. Manuela und Carmo Neigert sind somit bereits stolze Groß-Eltern, kümmern sich redlich um ihre Geschäfte und Kevin Neigert wird bald stolzer „Jungunternehmer“ sein! Sein Bruder David unterstützt die Familie ebenfalls an den Geschäften.

An dieser Stelle dürfen wir uns bei der Familie Neigert für die freundliche Aufnahme bedanken, für ihre stets freundliche und familiäre Art, sowie für ihre Unterstützung am Volksfestportal www.volksfest-straubing.de.

Wir wüschen an dieser Stelle für die nächsten Jahre alles Gute, viel Erfolg und vor allem Gesundheit!

 

Text: Thomas Schmid, Fotos: Thomas Schmid und Archiv Neigert