Newsticker aus "Monsterbrut" wird "Odyssee"

Wir haben den Werdegang ein halbes Jahr in Wort und Bild begleitet, lesen Sie hier eine kleine Chronik.

Die Odyssee: Premiere auf dem Oktoberfest

Gigantische 30 Meter breit, 24 Meter tief und 18 Meter hoch, 3 Stockwerke, 400 Meter Schienenlänge, Baujahr 1982, neu als "Odyssee" in 2013.
In Mitten der Theresienwiese in München erhebt sich die größte transportable Abenteuerbahn der Welt, die vor etlichen Jahren auf den Festplätzen Deutschlands unterwegs war und dann für eine lange Zeit eingelagert wurde.

2013 fand die Bahn einen neuen Besitzer, die Familie Kunz, und wurde im Frühjahr und Sommer 2013 in der Nähe von Regensburg umgebaut - nun feierte sie auf dem diesjährigen Oktoberfest Premiere unter dem neuen Namen "Odyssee".

Die Thematisierung dieser Abenteuerbahn ist an die Antike und allem was dazu gehört ausgerichtet. Die Anlage selbst ist eine wahre Festung und ähnelt einem Tempel. Umgesetzt wurde diese Optik mit einer komplett neuen Fassade mit zahlreichen Säulen, einer Kuppel und einer riesigen Überdachung, unglaublich vielen Details in der Bemalung, Pflanzen, Mamor-Löwen am Eingang, Säulen, von denen aus das gesamte Bauwerk beleuchtet wird, aufwendigsten Lichteffekten, Büsten an der Fassade und mit verkleideten Römern, die es in der Bahn zu bewundern gibt.

Doch damit nicht genug: In der Odyssee wird sogar eine einzigartige Darstellung geboten, nämlich eine singende Meerjungfrau, die hinter der Kasse auf einer Hebebühne nach oben gefahren wird.

Mit all diesen Details und der markanten Aufmachung schafft die Odyssee einen bleibenden Eindruck. Doch selbst wenn man versuchen würde, alle faszinierenden und besucherfreundlichen Details aufzuzählen, würde man immernoch zahlreiche Einzelheiten vergessen.
Ein großer Vorteil beispielsweise ist, dass sich die Gondeln motorgesteuert drehen, sodass der Blick des Besuchers immer auf die Figuren und Effekte im Inneren gerichtet ist.

Die Fahrzeit beträgt ungefähr 4, maximal 6 Minuten (je nach eingestellter Geschwindigkeit der Wagen). Dabei erlebt der Besucher keine reine Geisterbahnfahrt, sondern ein Abenteuer mit Gladiatoren, Krokodilen und vielem mehr. Zu erwähnen ist auch, dass das Innere der Odyssee im Winter 2013 nochmals überarbeitet verfeinert und erweitert wird.

Auf diese Weise ist die Odyssee komplett einzigartig, was Thematisierung, Größe, Effekte und das Innere betrifft. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, sich eine Irrfahrt zu gönnen und sich selbst ein Bild dieser Neuheit zu machen!

Text und Bilder: Dominik Braun


Alle folgende Texte und Bilder: Thomas Schmid

August 2013: Effektgestaltungen für die "Irrfahrt"

Dachelement

Da es mittlerweile nicht mehr weit zum Oktoberfest ist, laufen die Umbauarbeiten an der Odyssee auf Hochtouren.

Aktuell werden die oberen Bilder gemalt, weitere Deko-Teile an der Fassade angepasst, die Geländer im Ein- und Ausgangsbereich gestrichen und montiert.

Joe Brockerhoff lackiert obere Bilder

Der Maler und Künstler Joe Brockerhoff gestaltet aktuell auch Planen und kümmert sich um Optik des großen Dachelementes in der später die meisten der Scheinwerfer und „Sub-Mover“ untergebracht sind, bzw. - wie man in der Szene sagt - „fliegen“. Ebenso gestaltet der begabte Künstler – wie bereits erwähnt - die oberen Blechelemente der Odyssee.

Säulen vor ODYSSEE

Die 2 riesigen Säulen, welche später Teile der Beleuchtung beinhalten und vor Odyssee „thronen“ werden warten bereits auf ihren Abtransport, ebenso die großen Buchstaben des Schriftzuges, welche sogar schon verladen sind.

Fast fertig sind auch die Ein- und Ausgangsbereiche, sowie die Kasse die ebenfalls an die Optik angepasst wurde.

Auch im Inneren der Odyssee wird fleißig an den Effekten gearbeitet und getüftelt. Licht, Sound, Laser, Wasser, Figuren und Effekte werden den Besucher zu einer einzigartigen und noch nie dagewesen „Irrfahrt“ begleiten.

Die restlichen Chaisen-Züge werden noch überarbeitet mit neuester Elektronik ausgestattet und lackiert. Ebenso erhalten sie noch neue Rollen, welche ein sanftes Gleiten in der Bahn ermöglichen. Die 360 Grad – Drehungen der Gondeln vollziehen sich mittlerweile fast perfekt und sind an die Effekte angepasst. Die Verkleidungen für den mittleren Bereich der Züge sind ebenfalls zur Montage fertig.
Die letzten Tage vor dem Abbau und dem Transport auf die Wies´ n laufen und es gibt noch einiges zu tun.

Die Kollegen von der „Kirmes Revue“ und der Fachzeitschrift „Komet“ werden dann vor dem Oktoberfest noch ausführlich über Odyssee berichten.

Bei uns gibt es dann an dieser Stelle noch einen abschließenden Bericht mit vielen Informationen, Fakten und interessanten Daten der Odyssee.

Wir wünschen bereits jetzt allen Besuchern von Odyssee vergnügliche und spannende Stunden auf dem Münchner Oktoberfest 2013 und freuen uns auf zahlreichen Besuch!

Ihr Team der Odyssee


Juli 2013: Die ersten Testläufe finden statt

Detail Gondellackierung

In den letzten Tagen fanden bereits die ersten Testläufe der Odyssee statt um die neuen Relais, sowie die Elektronik der Gondeln zu prüfen. Abstände wurden gemessen, Geschwindigkeiten angepasst und auch die 360 Grad – Drehung der Chaisen mehrfach getestet.

Die Gondeln gleiten auf den neuen Schwerlastböden, sowie den eigens angefertigten Laufrädern mit einer Sonderbeschichtung fast lautlos durch die Bahn und bereits durch die angedachten Drehungen ergibt sich an einer Stelle der Odyssee bereits ein toller Überraschungseffekt einfach aus der Fahrt heraus.

Gondellackierung

Die Malerei an der Fassade schreitet voran, neue Dekorationsteile wurden angebracht, die Chaisen weiter modifiziert und auch deren Lackierung detailliert.

Das Innenleben der Odyssee nimmt ebenfalls langsam eine erkennbare Gestalt an und an den Effekten wird weiter getüftelt.

Eingangsbereich: Säulenelemente

Bei den Testläufen wurden auch bereits die Ein- und Ausfahrtstüren mittels Relais geprüft, denn diese öffnen und schließen sich wie von „Geisterhand“ automatisch sobald sich ein Chaisen-Zug nähert, bzw. die Tore passiert hat.

Somit wird Material und Gondeln geschont und der geräuschvolle Schlag beim ein- oder ausfahren wird somit vermieden.

Über die weiteren Umbaumaßnahmen halten wir Sie hier an dieser Stelle natürlich auf dem Laufenden.

Tore im Ausgangsbereich | Teilbemalung/Teildekoration der Odyssee


Juni 2013 / II: Fassade und Chaisen nehmen Gestalt an

- Bemalung und Deko-Element -

Aktuell wird mit Hochdruck an der neuen Fassade, sowie den Chaisen an der Odyssee gearbeitet. Große Teile der Front sind grundiert, zum Teil schon bemalt oder mit den neuen Deko-Elementen ausgestattet.

Für die Front- und Dekomalerei zeichnet sich ein sehr kompetenter Künstler aus, der sein Handwerk an der bayerischen Staatsoper lernte und sich bereits bei vielen Kulissen für Projekte des bayerischen Rundfunks, wie z. B. unter anderem für den Komödienstadl, verantwortlich zeigt.

Ebenfalls begonnen wurde mit der Gondel-Lackierung die sich farblich und optisch perfekt an die Thematik von Odyssee anpasst.

- Fertige Chaise -

Auch mit der Innenausstattung wurde bereits begonnen und die ersten Ideen diesbezüglich umgesetzt.

Ein optisches Highlight werden sicher die beiden Marmorlöwen, welche die Gäste vor Odyssee willkommen heißen werden.

Diese Löwen wurden jeweils aus einem Marmorblock gemeißelt! Die Genauigkeit mit welcher diese Figuren gefertigt wurden ist alleine schon faszinierend! Perfekt gearbeitet und ein Hingucker par excellence!

Derzeit werden Teile der Soundanlage getestet um auch hier ein Optimum für den Festplatzbesucher zu erreichen.

Mehr demnächst hier an gleicher Stelle …

tl_files/volksfest/images/fahrgeschaefte_monsterbrut/odyssee204.jpgMarmorlöwen an der ODYSSEE
Chaisen-Lackierung  |  Optisches Highlight der Odyssee: einer der beiden Marmorlöwen


Juni 2013 / I: Odyssee wird die größte, reisende Abenteuerbahn der Welt

Mit diesem Newsticker dürfen wir auch gleich den neuen Namen verkünden. Die ehemalige Monsterbrut wird jetzt „ODYSSEE“ heißen und die größte, reisende Abenteuerbahn der Welt werden! Erstes Gastspiel wird das Münchener Oktoberfest 2013 sein.

Griechische Göttin als Bewacherin

Da Odyssee (was so viel heißt wie „Irrfahrt“) heuer Premiere auf dem größten Volksfest der Welt, der Münchner Wies´n feiern wird, laufen die Umbauarbeiten in vollem Tempo voran. Während nun die Schwerlastböden verlegt, die Schienen abgeschliffen, zum Teil neu gefertigt und gebogen, sowie neu lackiert und verkabelt wurden arbeitet das Team mit dem Polyester-Bauer nun an den Fassadenteilen und der Schrift.

Der Schriftzug „ODYSSEE“ wird ein sehr markanter „Hingucker“ werden, von denen jeder gut 2-Mann-Hoch ist. Die Polyesterteile an der Front werden in einer Spezialfabrik mittels eines neuen Verfahrens gefertigt, welches ein punktgenaues und optisch exakt wirkendes herstellen ermöglicht.

- Dekoelemente der Odyssee -

Wie bereits erwähnt ist die Bahn nun fast komplett mit neuen Schwerlastböden ausgestattet. Der Schienenverlauf bleibt weitgehend der Gleiche wie bei der Monsterbrut. Lediglich ein paar Modifizierungen wurden diesbezüglich vorgenommen, wie z. B. hinter der Kasse, denn jetzt verlaufen die Schienen nun dort, wo einst der riesen Gorilla den Besuchern das „Fürchten“ lehrte. Diesen Schritt wählte man deshalb um hinter der Kasse für Platz zu sorgen um einen weiteren Show-Effekt einbauen zu können der die wartenden und staunenden Besucher unterhalten und zum Staunen bringen soll!

Die Wächter warten auf Einsatz

Ebenso wurde mit der Malerei an der unteren Front begonnen. Diese ist schon sehr vielversprechend, wird aber nochmals angepasst und modifiziert, um die Wirkung der Bahn auf die Besucher noch zu verstärken!

Aktuell wird auch an einem weiteren riesigem Fassadenteil gearbeitet, in der die komplette Lichtanlage für die Front und die Shows untergebracht wird. Generell wird die Beleuchtung zukünftig wohl so ausgelegt, dass die Bahn selbst, sowie die geplanten Showeinlagen stets perfekt illuminiert werden. Kappenbirnen wird man indes bei Odyssee zukünftig vergebens suchen…

Einer der 7 markanten Buchstaben

Mittlerweile ist „Odyssee“ zu früher auch gewachsen, denn in der Breite hat sie um 4 Meter zugelegt. Auch wird sie in der Höhe wohl noch um ein paar Meter „wachsen“, da der markante Schriftzug rechtsseitig angebracht und zum Teil über dem Geschäft „thronen“ wird!

Weitere Figur der Odyssee

In Angriff genommen werden nun einige optische Bauteile die später als Highlights an der  Odyssee der gesamten Optik einen unverwechselbaren Eindruck vermitteln sollen. Ebenso wird nun an der kompletten Elektronik gearbeitet. Dies ist unter anderem notwendig geworden, da sich z. B. die Chaisen zukünftig um 360 Grad, sprich um ihre eigene Achse drehen und somit dem Fahrgast einen optimalen Blick auf sämtliche „Aktionen“ in der Bahn zu gewähren. Die ausgeklügelte Steuerung erfolgt mittels eines Computers mit dem auch u. a. interessante und verschiedene Fahrabläufe möglich werden.

Wie die Umbauarbeiten weiter vorangehen erfahren sie demnächst hier…


April 2013: Schwerlastböden und Schienenführung

Wie bereits berichtet hat im vergangenen Winter die vom Straubinger Gäubodenvolksfest bekannte Schaustellerfirma Andreas Kunz die 3-Etagen-Geisterbahn „Monsterbrut“ von Karin und Willy Fellerhoff übernommen.

Die Anlage war eine der imposantesten und gewaltig thematisierten Groß-Geisterbahnen welche in Deutschland auf der Reise war. Lange Jahre war es um die Monsterbrut (ehemals Godzillas Monster) still geworden und in der Fachpresse konnte man immer wieder Aufrufe vernehmen wo die Bahn denn nun sei, ob sie eingelagert wurde, oder gar ins Ausland verkauft worden sei.

Doch die „alte Lady“ wie sie mittlerweile liebevoll von Fans genannt wird schlummerte bei Karin und Willy Fellerhoff und war einige Jahre eingelagert.

Andreas Kunz spielte schon länger mit dem Gedanken diese 3-Etagen-Geisterbahn zu erwerben, und nach langen Gesprächen mit den Fellerhoffs war es dann Ende vergangenen Jahres soweit: der Kauf war perfekt und die Monsterbrut machte sich in Richtung Oberpfalz auf wo sie derzeit in der Nähe von Regensburg komplett umgestaltet wird.

Komplett? Ja. Was sicherlich einige Kirmesfans traurig stimmen wird ist die Tatsache, dass bis auf die Schienenführung und die Chaisen nicht mehr viel an die Monsterbrut in der bekannten Aufmachung erinnert. Die ehemalige Monsterbrut bekommt sozusagen ein völlig neues Gewand! Und dies wird beeindruckend – so viel sei an dieser Stelle schon einmal verraten.

In weiten Teilen war und ist die Monsterbrut noch sehr gut erhalten, jedoch sind die Grundsubstanz, die Technik und das Material einfach nicht mehr zeitgemäß. Zudem schlagen die mittlerweile hohen Transportkosten (die Monsterbrut wurde auf 16 Transporten in die Oberpfalz gebracht), sowie die Kosten für den Auf- und Abbau zu Buche und dies war dann auch eine der Hauptgründe warum sich Andreas Kunz für einen Umbau entschieden hat.

Aktuell wird die Monsterbrut also umgebaut und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die Schienen werden abgeschliffen, neu lackiert, neu verkabelt, Schwerlastböden in der kompletten Bahn verbaut, damit man sie schneller Auf- und Abbauen kann und parallel dazu arbeitet das Team um Andreas Kunz an den Polyesterteilen für die neue Fassade, sowie am imposanten Schriftzug und Teilen der Inneneinrichtung.

An dieser Stelle werden wir Sie immer wieder regelmäßig mit Newstickern auf dem Laufenden halten was die Umbauarbeiten an der ehemaligen Monsterbrut betrifft …


März 2013: Großgeisterbahn „Monsterbrut“ in neuem Besitz

Münchner Schausteller kauft „MONSTERBRUT“ von Karin und Willy Fellerhoff…!!!

  • Der Münchner Schausteller Andreas Kunz erwarb die bekannte Großgeisterbahn „Monsterbrut“ (ehemals Godzillas Monster) der Schaustellerfamilie Karin und Willy Fellerhoff!

  • Die Bahn wird derzeit in der Nähe von Regensburg komplett überarbeitet, umgebaut und modernisiert!

  • Gastspiele sind derzeit auf ausgesuchten Großveranstaltungen nach Ablauf der Umbauarbeiten geplant!


Familienchronik Judenhofer-Kunz

Sie hatten schon immer Traditionsgeschäfte, waren immer Vorreiter in Sachen Fahrgeschäfte und reisen heute mit der größten 2-Stockwerks-Geisterbahn durch das Land – die Rede ist von der bekannten Schaustellerfamilie Judenhofer-Kunz aus München.

In einer kurzen Familienchronik möchten wir Ihnen die Familie und deren Geschäfte näher bringen.
>>> hier weiterlesen.

Texte und Infos: Thomas Schmid