24.10.2011 Stadtrat beschließt 7. Zelt kommt!

Im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung konnte man der Entscheidung und den Argumenten für oder gegen ein 7. Zelt im historischen Teil des Jubiläumsgäubodenvolksfestes beiwohnen. Soviel sei vorweg genommen: es wird eine Ausschreibung für ein Zelt mit 1.000 Sitzplätzen für 2012 erfolgen. Natürlich wird auch diese Ausschreibung - wie für alle anderen Zelte auch - jeweils nur für ein Jahr erfolgen.

Hier einige Splitter aus der regen Diskussion:

  • Geisperger (SPD): "... die Rentabiliät eines 7. Zeltes muß der Bewerber/Wirt selbst entscheiden".
  • Dengler (ÖDP): "Zu einem traditionellen Festplatzteil braucht es auch eine traditionelle Gastronomie, man schaue nur nach Deggendorf, die ein katastrophales Volksfestjahr hinter sich haben."
  • Herpich (FWG): "... wir waren damals schon nicht für die Abschaffung des 7. Zeltes! Also stimmen wir jetzt wieder dafür!"
  • Prockl (FDP): "Die FDP stimmt einstimmig zu!" und stellte die Frage, wie man den jemand dazu gewinnen will, ein so kleines Zelt zu betreiben, ob hier den schon jemand dafür bekannt sei.
  • OB Pannermayr antwortete darauf, dass die Ausschreibungsmodalitäten im nicht öffentlichen Teil behandelt würden und nicht der Eindruck entstehen solle es werde eine Scheinausschreibung erfolgen.
  • Grundl (Grüne): stellt die Frage, ob sich dann wohl um eine dauerhafte Sitzplatzerhöhung am Gäubodenfest handeln würde? Und mit welchen Kosten man für die Schafffung der Infrastruktur rechnen müsse.

Frau Stelzl gibt Vorsitz im Arbeitskreis Jubiläumsvolksfest wieder zurück

Maria Stelzl (CSU) stellt in einem längeren Plädoyer ihre Argumente dar: Sie lehnt ein 7. Zelt ab, obwohl die populäre Meinung anders sei. Seit 2010 verfüge das Volksfest um 2.000 Plätze mehr, 2011 sei eine deutliche Steigerung der Besucherzahlen auf 1,35 Mio gewesen, doch auch ein Zelt mit 1.000 Sitzplätzen vermag die mangelnde Kapazität an den Spitzenzeiten jedoch nicht abzufangen. Sie plädierte für einen Wirtsgarten und erinnerte an die Situation 2009, als man froh um die Interimslösung Renoldi war. Damals hatte man sich auch nicht verpflichtet, ihn weiter zu übernehmen. Stelzl könnte sich einen Wirtsgarten durchaus mit Tanzboden und dezenter Musik vorstellen und denkt, dass es Angebot von 500 Sitzplätzen hierfür durchaus ausreichend wären. Nun wird über eine Zeltausschreibung von 1.000 Plätzen entschieden, der mit Sicherheit in absehbarer Zeit der Wunsch nach Vergrößerung folgen wird. Sie gibt zu bedenken, dass das Angebot an Bierzelten nicht im Übermaß wachsen solle, denn auch die Schausteller sollen in Straubing noch Geld verdienen können. In den Bierzelten erfolge die größte Abschöpfung an Kaufkraft, gab sie zu Bedenken. Am Ende ihres Plädoyers gab sie ihren Vorsitz im Arbeitskreis "Jubiläumsvolksfest" ab, da sie nun nicht mehr hinter dem gewünschten Konzept stehen könne.

Weiterer Verlauf der öffentlichen Stadtratssitzung ...

OB Markus Pannermayr (CSU) respektiere Stelzl's Entscheidung und wies darauf hin, dass es nun die Gelegenheit sei unter Sicherheitsaspekten für ein gesundes Wachstum des Gäubodenvolksfestes die Voraussetzungen zu schaffen. "Ein Volksfest wird organisiert für's Volk", so der OB. Die Kosten für die Schaffung der Infrastruktur seien derzeit noch nicht exakt abschätzbar, aber er plädiere für dauerhafte Lösungen. Damit blieb auch die Frage von Erhard Grundl, ob denn der Kostenrahmen unter 100.000 Euro bliebe, offen.

Lichtinger (CSU): wollte wissen, wie denn die Abstimmung im Festausschuss ausgegangen sein.
Diese wurde von E. Moser (SPD) wie folgt beantwortet: Befürwortet - mit 2 Gegenstimmen.

Die Abstimmung:

Die Abstimmung über die Ausschreibung des neuen Festzeltes für 2012 erging dann mit großer Zustimmung, lediglich 3 Gegenstimmen (Stelzl, Moser, Grundl)

Nun dürfen wir - das Volk der Volksfestbesucher - also auf die nächste Runde gespannt sein, was die Ausschreibung ergibt und welche/r Bewerber/in dann das Rennen um das neue Festzelt macht.

 

Bericht: CS