FEUER + EIS - der powered Coaster ist wieder am Straubinger Gäubodenvolksfest!

Viele Besucher des Straubinger Gäubodenvolksfestes haben sie schmerzlich vermisst – gehörte sie doch zu den Stammgeschäften auf der berühmten Straubinger Veranstaltung – aber nun ist sie zurück! Die Rede ist von der beliebten und jetzt zum „Mountain Express“ mutierten Schienenbahn „Feuer + Eis“!

Ja sie ist wieder da – unter neuem Besitzer, noch besser, noch toller, mit neuer Technik, neuer Optik und ab 2019 sogar mit einem neuen Schriftzug!

Was macht „Feuer + Eis“ so einzigartig?

Nun diese einzigartig, reisende Schienen(-achter)bahn bietet dem Besucher eine atemberaubende Fahrt über Berge, Täler und durch einen Tunnel auf insgesamt 280 Schienenmetern. Und das noch nicht genug. Der mit 38 Personen fassende Zug durchfährt die Strecke mehrfach, und – das ist auch neu – jetzt sogar in verschiedenen Geschwindigkeiten, was die Fahrt noch interessanter, noch überzeugender und noch spannender macht!

In den 1970er Jahren noch der "Blaue Enzian"

Und trotz ihrem hohen Alters von nun mehr 43 Jahren kennt sie fast jeder Straubinger – egal ob jung oder alt! Dem älteren Besuchern dürfte sie noch unter dem Namen „Blauer Enzian“ bekannt sein, denn just diese Bahn gastierte schon in den 70er Jahren auf dem Straubinger Gäubodenvolksfest!

Der „Blaue Enzian“ 1977 am Straubinger Gäubodenvolksfest, hier: markant noch mit dem damaligen Besitzernamen „Dom“ am Bildrand links

1976 ging diese Schienenbahn vom berühmten Hersteller Mack aus Waldkirch unter dem Schausteller Peter Dom aus München mit dem Namen „Blauer Enzian“ an den Start. Peter Dom betrieb die Anlage ein paar Jahre sehr erfolgreich bevor er den Mack-Klassiker dann an die Schaustellerin Ingrid Koch veräußerte, welche mit dem „Blauen Enzian“ z. B. auch 1989 am Straubinger Gäubodenvolksfest zu Gast war.

 

 

 

Blick aus dem Riesenrad auf den „Blauen Enzian“ 1989

Markante rote Lokomotive

1991 war der „Blaue Enzian“ erneut in der Gäubodenstadt vertreten, jedoch dann schon unter Ingrid Koch und Compagnon Michael Courtney und mit der Besonderheit, dass nicht mehr eine schwarze Lok den Zug durch den Parkour zog, sondern diese jetzt auffällig rot lackiert war.

1991 - die markante rote Lokomotive

Ebenso gab es dann erneut 1993 in Straubing rasante Fahrten über Berg und Tal. 1994 pausierte der „Enzian“ am Hagen und tauchte dann erneut – jedoch jetzt unter neuem Namen und mit neuer Optik – 1995 in Straubing wieder auf.

Ab 1995 unter dem Namen "Feuer + Eis"

Von nun an lief die Schienenbahn unter dem Namen „Feuer + Eis“ – so wie wir sie bis zum heutigen Tage kennen. Ab 1996 firmierte die Bahn dann nur noch unter Michael Courtney, München. Zum Ende 2015 entschied dieser sich jedoch von seiner „Mack-Bahn“ zu verabschieden und dies war dann auch seine letzte Tournee, bzw. das letzte Mal als „Feuer +Eis“ in Straubing zu Gast war.

Ab 1995 dann bereits unter „Feuer + Eis“ in Straubing
Bild mit Seltenheitswert: 1995 auf dem Münchner Oktoberfest: neue Umgestaltung, jedoch aufgrund der Zulassungskriterien noch unter „Blauer Enzian“!

Hier erkennt man die deutliche Umgestaltung unter Michael Courtney

Impression vom "FEUER + EIS" 2010 am Gäubodenfest

Neue Besitzer: Familie Barth & Kipp

Ein neuer Käufer war mit der Familie Barth/Kipp schnell gefunden, denn laut Familienoberhaupt Ernie Kipp, sei „Feuer + Eis“ ein beliebtes und erfolgreiches Familiengeschäft, welches optimal in die Familienpolitik der Barth/Kipp-Familie passe und man sich deshalb dafür entschieden hätte.

Anschließend machten sich die Söhne an die Umgestaltung des „Feuer + Eis“ und verpassten ihm eine neue Optik ohne seinen Charakter zu verändern. Bereits 2016 konnte man sich dann am Nürnberger Frühlingsfest davon überzeugen. Der Zug erhielt eine neue und komplette Restaurierung, inklusiver neuer Zug-Beklebung, Zäune und Geländer wurden in einem frischen, auffallenden Orange-Ton lackiert, Kasse und Frontbereich wurden auch neu gestaltet und das schwer-wirkende „Bergmassiv“ ebenfalls farblich überarbeitet und optisch verfeinert. Für große Teile der Umgestaltungsarbeiten zeichnet sich die Firma „Afaw“ verantwortlich, deren Handschrift man auch deutlich erkennt.

Diverse Neuerungen in 2019

Seit Anfang der Saison 2019 (ebenfalls mit einer Premiere in Nürnberg) erhielt das Geschäft eine komplett neu-gestaltete Schrift, welche in den Abendstunden besonders opulent und dennoch dezent beleuchtet ist. Mit 10.000 LED´s bestückt und in Italien von einer Spezialfirma gefertigt ist diese ein Eye-Catcher der besonderen Art. Interessanter Weise kommen dabei beim Schriftteil „Feuer“ ausschließlich sogenannte „heiße“ Farben wie Rot und Orange zum Einsatz, beim Teil „Eis“ nur kalte Farben wie Blau und Weiß. In der Winterpause 2018/2019 wurden auch z. B. die Planen und das Dach im hinteren Bereich erneuert.

42 x 22 Meter und 12 Meter hoch

Die Anlage selbst misst insgesamt 42 x 22 Meter und kommt auf eine Höhe von 12 Metern. So hoch können dann z. B. auch die seit 2017 verbauten Wasser- und Feuerfontänen schießen, die der Mack-Bahn zusätzliche Attraktivität bieten. Roland Barth kann nach mittlerweile 3 Reise-Saisonen die Bahn in gut sieben bis acht Stunden abbauen, sowie an einem Tag wieder aufbauen wenn es nötig ist.

Aber auch für die Zukunft sind weitere Modernisierungsarbeiten, bzw. Anpassungen an die neue DIN Norm 13814 geplant. So soll der Zug erneut komplett überholt und der neuen Norm angepasst werden. Ebenso wird voraussichtlich die komplette Elektroanlage den Winter über nachgebessert und überarbeitet.

Bereits in seiner vierten Saison konnte der „Mountain Express“ schon in Bayreuth, Annaberg-Buchholz, Laupheim, Friedrichshafen oder Erbach sein Publikum überzeugen.

Fröhliches Vergnügen am Straubinger Gäubodenvolksfest

Die Familie Barth/Kipp freut sich heuer besonders mit ihrer Schienenbahn „Feuer + Eis“ ihren Einstand in Straubing geben zu dürfen und wünscht allen Besucherinnen und Besuchern fröhliche und vergnügliche Stunden auf dem Straubinger Gäubodenvolksfest 2019!

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Text: Thomas Schmid  / Stand Juli 2019
Fotos: Familie Barth/Kipp, Thomas Schmid und Fotowerbung Bernhard
Fotos Archiv: Thomas Schmid