1992 / 2017: Das Straubinger Gäubodenvolksfest vor 25 Jahren

Da unsere neue Rubrik „Das Straubinger Gäubodenvolksfest vor 25 Jahren“ die letzten beiden Jahre sehr gut angenommen wurde möchten wir Ihnen auch 2017 die Möglichkeit bieten mit uns gemeinsam auf das Gäubodenvolksfest 1992 zurückzuschauen.

In Text, Bild und Video wollen wir Ihnen auch dieses Jahr wieder zeigen wie das Fest vor 25 Jahren ausgesehen hat.

Wer hat das Gäubodenvolksfest damals eröffnet? Was kostete die Maß Festbier? Welche Karussells standen damals am Hagengelände? Welche Neuheiten an Fahrgeschäften gab es? Was war damals anders? Was für Geschichten gibt es zu erzählen und über welche kuriosen Dinge konnte man schmunzeln oder gar stauen?

Alle diese Fragen wollen wir in unserem „Rückblick“ zeigen und hoffen Ihnen gefällt auch dieses Mal wieder unsere „kleine Zeitreise“ zurück ins Jahr 1992 …

Zeitraum und Eröffnung

Vom 7. mit 17. August 1992 lief damals die „fünfte Jahreszeit“ in Straubing und auch damals hieß es wieder „Ausnahmezustand“ in Straubing. Fritz Geisperger war immer noch Oberbürgermeister der Stadt Straubing und eröffnete am 8. August 1992 zusammen mit dem damaligen Bundesverkehrsminister Prof. Dr. Günter Krause das Gäubodenvolksfest in der Festhalle Bäumel.

Bierpreis - Festwirte - Vergnügungspark

Auch im Jahre 1992 buhlten rund 110 Fahr- und Belustigungsgeschäfte auf 90.000 Quadratmetern Fläche um ihr Publikum und es gab – wie im Vorjahr -  5 Festzelte, sowie die „Gäubodenhalle“ – die fest-installierte Mehrzweckhalle und das beliebte Wein- und Weißbierzelt  (Brigitte Stahl). Die Festwirte von damals hießen Hermann Bäumel, Heinrich Bauer (bekannt als „Bauer-Heinerl“), Regina Groll, Anton Nothaft jun., Markus Reisinger und Sohn,  sowie Anton Wenisch und Sohn.


Die Sitzplatz-Situation blieb zum Vorjahr in etwas gleich und so konnten auch 1992 wieder ca. 22.500 Gäste gleichzeitig bewirtet werden. Einen kleinen bis mittel-schweren Aufschrei gab es jedoch auch 1992 erneut beim Bierpreis! 6,90 D-Mark (im Vorjahr 6,50 D-Mark!) sollte der Festbesucher nun berappen!

Schlagzeile: „Im Dreier-Looping durch den weiß-blauen Himmel“

Tatsächlich gastierte 1992 zum ersten Mal der 3-fach Looping von Rudolf Barth aus Bonn in Straubing am Festplatz und war somit die größte Neuheit welche bisher jemals in Straubing aufgebaut wurde! Die Bahn hatte beachtliche Ausmaße mit seiner Grundfläche von 76 x 42 Metern und einer Höhe von ca. 35 Metern. Die Schienenlänge betrug knapp über einen Kilometer und erbaut wurde sie vom damaligen Achterbahndidakt Anton Schwarzkopf. Von seinem Stammplatz weichen musste an dieser Stelle dafür das Riesenrad der Familie Willenborg (damals noch neben dem Festzelt Reisinger), da der Stahlkoloss „3-Fach-Looping“ eine Änderung des bisherigen Platzkonzeptes notwendig machte. Auf das Riesenrad musste aber dennoch nicht verzichtet werden – es rückte auf den jetzt bekannten Riesenradplatz auf dem es (mit einer Ausnahme im Jahr 2001) – bis heute seinen Stammplatz hat.

Bisherige „größte“ Premiere und die Sensation schlechthin in Straubing 1992: „3-Fach-Looping“ von Rudolf Barth und Sohn aus Bonn. Noch nie zuvor war so eine große Looping-Achterbahn in Straubing!

Bild unten:
Detail-Ansicht des „Stahl-Giganten“ von Rudolf Barth. Die „3-Fach-Looping-Bahn“ gastierte nur ein einziges Mal in Straubing und wurde bereits 1993 von der „5er-Looping“ oder auch „Olympia-Looping-Bahn“ selber Schaustellerdynastie abgelöst. Die „5er“ stand dann 5 Mal in Folge am Gäubodenvolksfest, sowie dann nochmal 2003 und 2005.

Neuheiten auf dem Karussell-Sektor

„Mega Dance“ hieß neben der „Dreier-Looping“ die zweite Karussell-Neuheit des Gäubodenvolksfestes 1992. Schaustellerpionier Michael Goetzke aus München brachte – wie schon viele Male zuvor – ein, bzw. dieses neue Karussell nach Straubing. Leider auch das letzte Mal, da dieser Fahrgeschäftstyp generell vom Publikum nicht sehr gut angenommen wurde. Auch der spätere Umbau mit Überschlagsgondeln schaffte es leider bis heute nicht mehr auf das Gäubodenvolksfest. „Devil Rock“ heißt die letzte dieser Anlagen, welche noch heute in Deutschland tourt.

1992 Premiere in Straubing: „Mega Dance“ von Michaela und Michael Goetzke aus München. Später wurden dann diese Anlagen mit „Überkopf-Gondeln“ ausgestattet und bekamen die klangvollen Namen „Mega Dancer“, „Flic Flac“, oder „Can Can“. Der „Mega Dance“ von Goetzkes war nur einmal zu Gast in Straubing, eine „Überkopf-Variante“ dieses Geschäftstyps schaffte es bisher nie nach Straubing. Heute reist nur noch eine Anlage mit Überschlagsgondeln in Deutschland. „Devil Rock“ heißt dieses Exemplar und gehört der Familie Steffen.

Weitere Angebote im Vergnügungspark

„Break Dancer“ (Albert Aigner, München – zum ersten Mal in Straubing), „Playball“ (Wolf Clauß, München), „Musik Express“ (Dieter Zehle, München), „Enterprise 2002“ (Peter Münch, München), „Traumschiff“ (Rudi Bausch und Egon Menzel, München), „Top Spin“  (Rudi Bausch, München), „Wellenflug“ (Erich Stranninger, Straubing – zum ersten Mal untern Stranninger), sowie der Auto-Scooter (Heinz und Heiner Distel ) und erneut der „Super Scooter Rally 2000“ (Egon Menzel und Paula Menzel)  hießen u. a. weitere Attraktionen unter den Fahrgeschäften 1992. In der Sparte Geisterbahn konnten sich die Festgäste in der „Geisterburg“  von Dom-Jollberg aus München ordentlich gruseln. „Show der Sensationen“ (Martin Blume, Berlin), das „Omen“ (Michael Hempen, Wiefelstede), „Sport-Palast“ (Charly Schultz, Saarwellingen) und der „Magische Tempel“ (Willy Kinzler und Heidi Whold, München) waren die Schau- und Belustigungsanlagen der 92er Volksfestausgabe.

Gigant TRAUMSCHIFF verabschiedet sich aus Straubing

Leider verabschiedete sich 1992 auch der Schaukelriese „TRAUMSCHIFF“ von seinem Straubinger Publikum und schaukelte in diesem Jahr zum letzten Mal am Hagen bevor es in den Moskauer „Gorky Park“ veräußert wurde und seit ein paar Jahren leider auf einem Schrottplatz in Russland vor sich hinvegetiert.

Mit seinen stattlichen Grundmaßen von 37 x 24 Metern war das „Traumschiff“ die größte Schiffschaukel, welche jemals zuvor in Straubing gastierte und auch bisher am Hagen aufgebaut war. Nicht einmal Schaukeln wie der später folgende „Konga“ oder der in Straubing sehr beliebte „Frisbee“ konnten diesem Stahlgiganten das Wasser reichen.

In einer exklusiven Story berichten wir deshalb über den Schaukelgiganten „Traumschiff“ (>>> hier weiterlesen).

Traumschiff - die größte Schiffsschaukel am Gäubodenvolksfest

Die größte Schiff-Schaukel die jemals am Gäubodenvolksfest gastierte: das „Traumschiff“ von Rudi Bausch und Egon Menzel aus München. Dieser „Schaukel-Gigant“ war mehrmals in Straubing und begeisterte stets sein Publikum. Alleine die Daten des „Traumschiffes“ waren gigantisch! Die Fläche betrug 37 x 24 Meter, der Schaukelradius lag bei 56 Metern, die Konstruktion schaukelte bis zu 34 Metern in die Höhe und das Karussell benötigte 12 Transporte! Das Schiff selbst maß 17 x 5 Meter und musste zum Transport in der Mitte geteilt werden, so dass das Schiff selbst schon 2 Transporte benötigte! Anfangs hatten im Schiff 120 Personen Platz. Dies wurde dann später auf ca. 100 Personen reduziert. So eine hohe Kapazität hatte vorher noch kein Karussell! Auch die Hauptachse benötigte einen Transport und wog satte 13 Tonnen!

Stranninger´s Wellenflug

1992 zum ersten Mal in Straubing: Stranninger´s Wellenflug. Mit nur noch einem Jahr des Aussetzens (1993, hier stand dann zum letzten Mal die Firma Birkeneder) dreht dieser Klassiker bis heute ununterbrochen seine Runden am Gäubodenvolksfest und gehört zu den absoluten Familienkarussells!

Enterprise

 

Letztes Gastspiel in Straubing 1992: „Enterprise 2002“ von Peter Münch aus München.

Heute reist Peter und Renate Münch mit der bekannten und beliebten „Wilden Maus“ welche schon sowohl als Einzel- als auch als Doppelanlage öfter in der Gäubodenstadt gastierte (zum letzten Mal übrigens 2016 und auch 2017 ist die „Wilde Maus wieder mit von der Partie).

Leider schaffte es die aktuell einzige und noch reisende HUSS-Enterprise mit dem klangvollen Namen „Mondlift“ von Petra Zehle aus München nie nach Straubing – was sehr schade ist, denn der Typ „Enterprise“ war bis 1992 Stammgast am Gäubodenvolksfest in Straubing.

Absage der damaligen neuen Wildwasserbahn der Heitmann-Schneider OHG

Da die damals sehr beliebte Stahlachterbahn „Himalaya-Bahn“ von Lulu Herhaus nicht mehr zur Verfügung stand und von nun an im Schwabenpark fest installiert war fand bereits 1991 der Einzug der Wildwasserbahnen in Straubing statt. 1992 sollte nun die Nachfolge-Wildwasserbahn mit Rückwärtsfahrt der Heitmann-Schneider OHG sein Debüt in Straubing feiern, jedoch kam es leider am Herstellerwerk bei den Probefahrten zu einem tragischen Unfall wodurch die neue Wildwasserbahn „Auf Manitus Spuren“, seine Premiere absagen musste. Nun musste also für die Fläche schnell Ersatz gefunden werden, was der Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH (1992 eine von der Stadt Straubing gegründete Gesellschaft – siehe Text unten) mehr oder weniger durch die beiden „Nachrücker-Geschäfte“ „Hawaii – Swing“ (Fa. Renoldi, Bremen) und „Cinema 2000“ (3D-Kino, Fa. Wunderle, Nürnberg) gelang.

Geisterburg

Auch 1992 wurde sich in Straubing schon gegruselt – und zwar in der „Geisterburg“ der Familie Dom-Jollberg aus München. Heute steht die Familie Jollberg in unregelmäßigen Abständen mit ihrer „Fahrt zur Hölle“ am Gäubodenvolksfest in Straubing. Bereits schon früher ist die Familie Dom-Jollberg oft Gast in Straubing gewesen. Mit ihrer traditionelle „Geisterbahn“ beschickte sie oft die Straubinger Veranstaltung und diese Bahn war damals schon ein Klassiker schlechthin.

Magischer Tempel

Perfekte optische Täuschungen gab es auch schon in Straubing am Gäubodenvolksfest 1992 in Kinzler-Wohld´s „Magischem Tempel“. Dies war ein Laufgeschäft mit aufwendiger Optik in dem der Besucher im Inneren in mehreren Räumen optische Täuschungen der besonderen Art erlebte.

Besonders hervorstach ein Stuhl in einem schrägen Raum. Setzte man sich in diesen Stuhl so konnte man alleine meist nicht mehr aufstehen. Heute ist das Geschäft in etwas abgewandelter Form als „Omni“ bekannt, reist ebenfalls noch unter Willy Kinzler und war auch schon ab und an Gast auf den Straubinger Festen – sowohl am Volksfest, als auch am Frühlingsfest.

Cinema 2000

Ein „Nachrücker“ 1992: „Cinema 2000" von Max Wunderle aus Nürnberg welcher kurzfristig neben dem „Hawaii Swing“ für die „verunfallte Wildwasserbahn“ einsprang. Das „Cinema 2000“ war dann auch leider das letzte Kino in dieser Form welches man auf dem Gäubodenvolksfest erleben konnte.

Omen

Die Laufgeschäft-Sparte besetzte 1992 unter anderem auch das brilliante „Omen“ der Familie Hempen aus Wiefelsstede bei Oldenburg. Heute reist die Familie mit dem „Big Bamboo“ – ebenfalls ein Laufgeschäft der Extraklasse, welches witziger Weise auch heuer am Gäubodenvolksfest wieder vertreten ist. Sowohl „Das Omen“ als auch „Big Bamboo“ der Familie Hempen waren, bzw. sind Laufgeschäfte der Extra-Klasse!

Video: Gäubodenvolksfest vor 25 Jahren

Vergrößerte Ostbayernschau

Parallel gab es natürlich auch die bis heute bekannte Ostbayernschau. Zeitdauer vom 8. mit 16. August 1992. Die Ausstellerzahl lag bei erneuten ca. 470 (Vorjahr 450!) und die Geländefläche betrug ca. 55.000 Quadratmeter mit in diesem Jahr zum ersten Mal insgesamt 17, anstatt der bisher üblichen 14 Hallen!

Eine Halle war nach mehrjähriger Pause für die Jagd- und Fischerei-Ausstellung bestimmt und in einer Halle gab der Bayerische Rundfunk seinen Einstand! Ebenso wie noch heute war der Eintritt der Ostbayernschau frei. Diverse Sonderschauen – darunter eine Tierschau für Rinder - rundeten das vielfältige Angebot ab.

Imbiss- und Getränke vor 25 Jahren

An Imbissgeschäften standen 1992 z. B. „Bayerwald-Lamm“, „Hirtenbrot“ (Christina Renz), das „Tiroler Alpenhaus“ (M. u. G. Schmöcker), „Wisto-Spezial-Imbiss-Palast“ (Willy und Monika Stockem), „Rollende Backstube“ (Heinrich Welter), der „Wein- und Mostpavillon“ (Brigitte Stahl), sowie auszugsweise erwähnt der heute noch beliebte „Wiener Eispalast“ (Fam. Guderley) am Volksfestplatz zur Verfügung.

Spiel- und Belustigungsgeschäfte sowie Kinderkarussells

Auch in der Sparte Spiel- und Belustigungsgeschäfte gab es „Exoten“ die 1992 auf der Beschickerliste standen wie u. a. der „Münchner Vogelpfeifer“ von Horst Berger aus Zorneding, Eimerwerfen „Petit Circus“ von Richard Richter aus Oberpiebing, die „Lustige Nagelei“ von Gotthard und Heinrich Stey aus Abensberg/Offenstetten oder Alfons Richter´s „Kaspertheater“ welches heute leider nicht mehr am Gäubodenvolksfest zu finden ist. Auf die kleinen „Festbesucher“ warteten u. a. das „Märchenkarussell“ von Fredi Neufeld aus Straubing, der „Veteranenclub“ von Heinz Grauberger aus Fürth, die „Mini-Rallye Kinder-8-Schleife“ von Heinrich Stey aus Loitzenkirchen, sowie die Kinderkarussells der auch heute noch bekannten Firmen Stranninger und Sgraja aus Straubing.

Veranstaltungen

1992 gab es ebenfalls die beliebte Lampionfahrt auf der Donau – dieses Mal zum ersten Mal mit Musikuntermalung beim Niederfeuerwerk (jedoch noch nicht mit gewünschtem Erfolg da Musik und Feuerwerk leider noch keine Einheit bildeten), das große Abschlussfeuerwerk, Kindernachmittage, eine Wasser-Ski-Show, Vorführungen und dergleichen wie man sie noch heute kennt.

Besonders die Lampionfahrt erfreut sich früher wie heute - über einen dermaßen großen Zuspruch wie man auch im letzten Jahr sehen konnte. Über 12.000 Besucher verweilten auch 2016 am Ufer der Donau um diese einzigartige Veranstaltung mit seinem extravaganten Flair zu bestaunen! Früher wie heute – eine einzigartige und zeitlos-romantische Veranstaltung!

Die Festleitung – Geburt der Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH zum 1. Januar 1992

Für das Gäubodenvolksfest verantwortlich zeigten sich 1992 die nun in eine Gesellschaft der Stadt Straubing umgewandelte „Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH“ mit ihrem Geschäftsführer Eckhard Westphal, den beiden Prokuristen Hans Jakob und Werner Jähn, sowie den Mitarbeitern Albert Sturm, Max Riedl und Hans Birkholz. Unterstützung fanden sie durch ihre Kollegen Ilse Wamser, Hannelore Aß, Birgit Aich und Werner Artmeier – personell änderte sich als vorerst nichts. Zum Festausschuss zählten u. a. die Stadträte Alois Eherer, Manfred Fuchs, Hans Lohmeier, Dr. Adolf Herpich und Elisabeth Speigl.

Verkehrschaos auch 1992

Schlagzeile: „Blech-Lawine überrollt die Gäubodenstadt“ – und das obwohl Bundesverkehrsminister Prof. Dr. Günter Krause einen Tag vor der Eröffnung des Gäubodenvolksfestes die neue Westtangente eingeweiht hatte brach am Dienstag dem 11. August wie schon in den Jahren zuvor ein Verkehrschaos aus. Ewig lange Blechlawinen rollten Auto an Auto Richtung Hagengelände.

„Was sollen wir machen?“ äußerte sich der damalige Pressesprecher Ludwig Schmid gegenüber der Presse. „Wir können die Fahrzeuge ja nicht schieben!“ so seine Aussage weiter. Egal ob von Richtung Chamer Straße, der B 20, ja sogar über Ittling versuchten die Autofahrer Richtung Volksfest zu fahren, aber jegliche Versuche – egal nun aus welcher Richtung – scheiterten und bereits gegen 10:30 Uhr waren auch die festplatznahen Parkplätze bereits belegt. Grund dafür waren die erstmals kühle Witterung gegenüber den Vortagen und der Kindernachmittag am Gäubodenvolksfest. Ausgerechnet an diesem Tag rechnete jedoch niemand mit so einem Verkehrschaos.

Volksfest-Splitter 1992

„Wilde Gerüchte“ über den „Dreier Looping“ am Volksfest waren nicht nur Max Riedl zu Ohren gekommen. Doch er versicherte der Presse gegenüber: „eine Gefahr für die Fahrgäste bestand zu keinem Zeitpunkt“. Was war der Grund für diese Aussage?

Nun während des Festes stand die Bahn zweimal still. Einmal z. B. wegen eines Defektes eines Antriebsrades. Der Ausfall hier betrug aber nur wenige Minuten und es handelte sich einfach um einen üblichen Verschleiß des Bauteiles. Beim zweiten Mal habe ein Sicherheitsschalter die Bahn gestoppt. Dies passiert bei der kleinsten Unregelmäßigkeit und dies ist auch dem hohen Sicherheitsstandards in Deutschland geschuldet. Beide Mal steckte zwar der Zug im Aufzugsbereich fest, aber wie erwähnt seinen dies ganz normale Vorgänge bei einer Bahn dieser Kategorie und es bestand keine Gefahr für die Fahrgäste!

Und somit endete auch 1992 wieder das Gäubodenvolksfest mit rund 1,1 Millionen Besuchern und war ebenso auch wieder das schönste Fest von allen! Und damals wie heute blieb auch damals wieder die Vorfreude auf das nächste Gäubodenvolksfest 1993 welches vom 13. mit 23. August stattfand!


Text: Thomas Schmid
Fotos: Archiv Thomas Schmid, Straubinger Tagblatt

Erstellung des Textes: Juni 2017