1993 / 2018: Das Straubinger Gäubodenvolksfest vor 25 Jahren

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Auch 2018 möchten wir wieder mit unserer Rubrik „Das Straubinger Gäubodenvolksfest vor 25 Jahren“ auf das Gäubodenvolksfest von 13. bis 23.08.1993 zurückblicken und Ihnen Interessantes, Informatives und Wissenswertes aus dem Jahr 1993 in Bild, Text und Video wiedergeben und erzählen.

Auch dieses Mal stellen sich wieder die Fragen: wer hat das Gäubodenvolksfest damals eröffnet? Was kostete die Maß Festbier? Welche Karussells standen damals am Hagengelände? Welche Neuheiten an Fahrgeschäften gab es? Was war damals anders?

 

Was für Geschichten gibt es zu erzählen und über welche kuriosen Dinge konnte man schmunzeln oder gar staunen?

 

Alle diese Fragen wollen wir in unserem „Rückblick“ zeigen und hoffen Ihnen gefällt auch dieses Mal wieder unsere „kleine Zeitreise“ zurück ins Jahr 1993…

Eröffnung durch Dr. Edmund Stoiber

Vom 13. mit 23. August 1993 lief damals die „fünfte Jahreszeit“ in Straubing und auch damals hieß es wieder „Ausnahmezustand“ in Straubing. Fritz Geisperger war immer noch Oberbürgermeister der Stadt Straubing und eröffnete am 14. August 1993 zusammen mit dem damaligen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber das Gäubodenvolksfest im Festzelt Wenisch.

Die Sensation 1993: größte, mobile Stahl-Looping-Achterbahn der Welt in Straubing!

Tatsächlich gastierte 1993 zum ersten Mal der „5-fach Looping“, oder auch „Olympia Looping“ von Rudolf Barth aus Bonn in Straubing am Festplatz und war somit die größte Neuheit, welche bisher jemals in Straubing aufgebaut wurde!

Sie löste gleich ein Jahr danach die Sensation aus dem Vorjahr – nämlich die der 3er-Looping-Bahn - ab. Die „Olympia Looping Bahn“ hatte beachtliche Ausmaße mit seiner Grundfläche von ca. 86 x 38 Metern und einer Höhe von ca. 35 Metern. Die Schienenlänge betrug 1250 Meter und gebaut wurde sie von der Firma BHS in Peißenberg. Premiere feierte die Bahn 1989 auf dem berühmten Münchner Oktoberfest.

Die „5er-Looping-Bahn“ stand mit Unterbrechungen 7 Mal auf dem Hagengelände und zwar von 1993 bis 1997, dann noch einmal 2003, sowie 2005 dann leider zum letzten Mal. Lesen Sie dazu auch unseren > Sonderbericht.

zum ersten Mal gastierte hier die „Olympia Looping Bahn“ von Rudolf Barth und Sohn aus Bonn

Neuheiten auf dem Karussell-Sektor

„Take Off“ und „Stern von Rio“

„Take Off“ der Familie Kipp aus Bonn war 1993 zum ersten Mal Gast in Straubing am Gäubodenvolksfest

Ebenso gehörte der wunderschöne „Stern von Rio“ von Manfred Zehle aus München zu den neuen Fahrgeschäften.

Im Bereich der sogenannten Laufgeschäfte gehörte das wunderschöne „Tal der Könige“ (Gebrüder Bügler aus Kreuzau) zu den Neuerungen und auch bei den Kinderfahrgeschäften konnte die Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH etwas Neues verpflichten. Auf kleinen Motorrädern mit einer Gummiwulst, ähnlich wie bei den Auto-Scooter-Wägen konnten die kleinen Passagiere ihre Runden am „Moto-Cross“ des Schaustellers Klaus Mittler aus Köln drehen.

„SENSORIUM“

Noch heute trauern viele Kirmes- und Volksfestfans dem „SENSORIUM“ nach, welches ebenfalls 1993 Premiere in Straubing feierte (siehe dazu auch Sonderteil und Zeitungsausschnitte in diesem Bericht).

Im sogenannten „Theater der Sinne“ erlebte der Besucher faszinierende Show-Momente mit Wasser, Laser-Effekten, Duftstoffen, Schnee, Wind, einer genialen Musik und einem super Programm für die ganze Familie! Das Sensorium von Karl Häsler und Michael Wolf aus Erlangen war einzigartig und grandios! Zu Recht warb man auch mit dem Slogan „Wahrnehmung aller Sinne – mit einer Reise in den größten Computer der Welt“!

„Super Mario World“

Aber auch ein neues Spiegel-Kabinett der neuesten Generation fand 1993 den Weg nach Straubing: im „Super Mario World“ konnten sich die Gäubodenvolksfestbesucher ordentlich „verlaufen“. Aufgrund einer Lizenzverletzung wurde dann das Spiegel-Kabinett später in „Super Marci World“ umbenannt.

Weitere Angebote im Vergnügungspark

„Break Dance“ (Franz Goetzke, München), „Happy Monster“ (Rudi Zinnecker, Aiterhofen), „Riesenrad“ (Familie Willenborg, München), „Blauer Enzian“ (I. Koch/M. Courtney, München), „Top Spin“ (Rudi Bausch, München), „Der große Wellenflug“ (zum letzten Mal unter Karl Birkeneder aus Stuttgart), „Moonraker“ (Fa. Tolisch, Bremen), sowie der Auto-Scooter (Heinz und Heiner Distel ) und erneut der „Super Scooter Rally 2000“ (Egon Menzel und Paula Menzel) hießen u. a. weitere Attraktionen unter den Fahrgeschäften 1993. In der Sparte Geisterbahn konnten sich die Festgäste im sehr beliebten „Geister Schloss“ von Irene Judenhofer-Kunz aus München ordentlich gruseln.

Dauerbrenner und Klassiker am Gäubodenvolksfest: der Break Dance der Familie Goetzke aus München

In der Sparte der Geisterbahnen war auch bereits 1993 schon das „Geister Schloss“ von Irene Judenhofer-Kunz gerne gesehener Gast in Straubing. Damals noch mit der grünen Fassade und der Riesenfigur „Mc. Murphy“ und seinem Kumpel „Franky“ die beide mit den Besuchern sprechen könnten!

Auch das wunderschöne „Tal der Könige“ der Gebrüder Bügler aus Kreuzau konnte von den Gäubodenvolksfest-Besuchern zum ersten Mal getestet und bestaunt werden.

Damals der Klassiker unter den Familien-Karussells: „Der blaue Enzian“ von Koch/Courtney aus München. Später lief das Karussell dann unter dem bekannten Namen „Feuer + Eis“ und war bis 2016 Dauergast auf dem Festgelände, bis es dann im Winter 2016/2017 an die Familie Kipp verkauft wurde. Ab 2017 stand „Feuer + Eis“ nicht mehr am Hagen

Seinen letzten „Auftritt“ hatte 1993 der „Große Wellenflug“ von Karl Birkeneder aus Stuttgart. Ab 1994 gastierte dann die Familie Stranninger immer mit ihrem „Wellenflug“ in Straubing

Absage eines klassischen Show-Geschäftes aus München

Auf der Beschickerliste vom 12. Juli 1993 fand sich unter anderem ein „Show-Geschäft“ aus München, welches aber aus Gründen, die uns bis heute nicht genannt werden konnten, abgesagt hat oder absagen musste. Dennoch konnte aber ein Ersatz in Form einer Film-Rakete gefunden werden. „Moonraker“ der Familie Tolisch aus Bremen brachte dann die Gäubodenvolksfestbesucher in andere Galaxien. Der „Moonraker“ war eine Art Simulationsanlage wie man sie auch heute noch kennt – optisch perfekt aufgemacht in einer überdimensionalen Rakete.

„Wahrnehmung aller Sinne – Back to he Thrill“ – „SENSORIUM“

Eine Reise in den größten Computer der Welt!

Wie bereits erwähnt gastierte das „Theater der Sinne – Sensorium“ von Karl Häsler und Michael Wolf am Straubinger Volksfestplatz zum ersten Mal und etablierte sich in der Volksfestwelt über die Jahre hinweg zu einem Spitzengeschäft ersten Ranges! In einer riesengroßen und dunklen Halle erlebte der Besucher eine Show der Extraklasse!

 

Gezeigt wurde eine knapp 10 minütige Show der beiden Kinder Kim und Kai, die in das Computerspiel „Antarktis-Expedition“ gelangen und sich dort verirren. Dabei treffen sie dann auf ROM, dem Mastermind des „Sensoriums“. „Rom“ erklärt den Kindern dabei wie sie den Ausgang aus dem Spiel finden, wird jedoch von Spielebene zu Spielebene schwächer. Schaffte er es nicht die Kinder binnen 8 Minuten zu helfen, drohte sie Systemzerstörung des Computers. Kim und Kai mussten auf ihrer Reise durch den Computer viele Abenteuer bestehen und der Besucher erlebte dabei hautnah mit, wie sie gegen Schneestürme, Feuer, Blitze und Wasser zu kämpfen hatten! Doch gelang es ROM Kim und Kai zu helfen?

Da es das Sensorium heute bedauerlicherweise so nicht mehr gibt (Teile der Halle, sowie die umgebaute Fassade findet man heute am „Encounter“ von Karl Häsler wieder ,der eben auch mit dem „Encounter“ bereits 2016 in Straubing gastierte und damit auch Premiere am Hagen hatte) können wir diese Frage mit „ja“ beantworten – ohne die Spannung zu nehmen. Das Sensorium war in Abständen aufgrund der großen Publikumsresonanz öfter in Straubing vertreten.

Sehe auch dazu die beiden Zeitungsartikel vom Straubinger Tagblatt vom 16.8.1993 und 18.8.1993.
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„Mc. Murphy und Franky“ – die beiden Hauptdarsteller des Geister Schlosses“

Die heimlichen Stars am Straubinger Gäubodenvolksfest in den 90er Jahren waren jedoch stets die beiden Hauptakteure „Mc. Murphy und Franky“ vom „Geister Schloss“ der Schaustellerfamilie Kunz aus München! Mc. Murphy die riesige Figur rechts am „Geister Schloss“ und „Franky“ sein kleiner, witziger Geselle im eingesperrten Käfig, hängend an einem Finger von Mc. Murphy bezauberten und be“geisterten“ stets das Volksfestpublikum – zum Teil mit so großem Erfolg, dass sie von diversen Platzmeistern sogar oft „Sprechverbote“ bekamen, da die beiden oft die Straßen „dicht machten“ bzw. sie verstopften! Ja – sie haben richtig gelesen: die beiden erhielten Sprechverbote, denn der Clou an der Sache war der, dass sich sowohl beide Figuren untereinander als auch mit dem vorbeilaufendem Publikum unterhalten konnten! Alexander Kunz entwickelte damals die Idee dieser sprechenden Figuren und war stolz darauf dieses einzigartige Projekt sein Eigen nennen zu können – lustiger weise „weil es kein anderer Kollege wusste wie es funktionierte und es deshalb so keiner nachmachen konnte“ – so Alexander Kunz lachend einmal gegenüber der Presse.

Hinter den Figuren agierte der damals 21jährige Andreas Richter der die Besucher mit diversen Sprüchen zum Stehen, staunen, lachen und überlegen brachte. Sein Arbeitsplatz war im inneren der Geisterbahn, wo er versteckt seinem Treiben und den lockeren Sprüchen nachgehen konnte. Mc. Murphy und Franky mussten sich nur noch synchron zu den Sprüchen von Andreas Richter mittels einer von Siemens konstruierten Steuerung bewegen und schafften somit die perfekte Illusion! Mc. Murphy und Franky waren stets die Hauptattraktionen auf jedem Festplatz! Leider gibt es auch diese beiden im „Paket“ nicht mehr. Während Mc. Murphy in der Halle der Familie Kunz sein Rentendasein geniest (er war jedoch mal „Gastschauspieler“ bei der Premiere der „Odyssee“ gleicher Schaustellerfamilie auf dem Münchner Oktoberfest 2013 und dort verkleidet als griechisches Ungetüm), treibt „Franky“ im „Geister Schloss“ in seinem Käfig im inneren der Bahn immer noch sein Unwesen – wenn auch mittlerweile leider ohne Stimme!

Somit bleiben nur noch die Erinnerungen an das geniale Duo mit der Hoffnung, dass man die beiden vielleicht doch mal wieder vereint und ihr Unwesen auf deutschen Festplätzen treiben sieht.

Lesen und sehen Sie auch dazu den Zeitungsartikel vom Straubinger Tagblatt (23.8.1993)

Festzelte, Bierpreis und erster Volksfestsammlerkrug

Es gab – wie im Vorjahr - 5 Festzelte, sowie die „Gäubodenhalle“ – die fest-installierte Mehrzweckhalle und das beliebte Wein- und Weißbierzelt (Brigitte Stahl). Die Festwirte von damals hießen Hermann Bäumel, Heinrich Bauer (bekannt als „Bauer-Heinerl“), Regina Groll, Anton Nothaft jun., Markus und Hubert Reisinger, sowie Anton Wenisch und Sohn.

 

Die Sitzplatz-Situation blieb zum Vorjahr in etwas gleich und so konnten auch 1993 wieder ca. 22.500 Gäste gleichzeitig bewirtet werden. Einen kleinen bis mittel-schweren Aufschrei gab es jedoch auch 1993 erneut beim Bierpreis! 7,50 D-Mark (im Vorjahr 6,90 D-Mark!) sollte der Festbesucher nun berappen!

 

Auf Initiative des damaligen Festwirtesprechers Heinrich Bauer wurde 1993 von den Festwirten und Brauereien erstmals ein Sammlerkrug in limitierter Auflage herausgebracht. Natürlich zierte den 1. Krug der Straubinger Stadtturm - das Wahzeichen der Stadt.

Imbiss- und Getränke vor 25 Jahren

An Imbissgeschäften standen 1993 z. B. „Bayerwald-Lamm“ (Mitterfels), „Hirtenbrot“ (Christina Renz, Reisbach), das „Tiroler Alpenhaus“ (M. u. G. Schmöcker, Hamburg), „Rollende Backstube“ (Heinrich Welter und Sohn, Straubing), der „Wein- und Mostpavillon“ (Brigitte Stahl, Straubing), sowie auszugsweise erwähnt: „Candy“ (Robert Schneller, München), „Süße Spezialitäten“ (Fredi Neufeld, Straubing), „Süße Spezialitäten“ (Grete Niederländer, Straubing) und die Mandelbrennereien der Familie Wöller am Volksfestplatz zur Verfügung. Neu dagegen war 1993 ein Groß-Imbiss-Betrieb mit Biergarten von Frank Renz aus Stuttgart.

Spiel- und Belustigungsgeschäfte sowie Kinderkarussells

Auch in der Sparte Spiel- und Belustigungsgeschäfte gab es „Exoten“ und bekannt-bewährte Spiel- und Belustigungsgeschäfte, die 1993 auf der Beschickerliste standen wie u. a. der „Münchner Vogelpfeifer“ von Horst Berger aus Zorneding, das „Camel Derby“ (Harald Endres, Landshut), „Ballwerfen“ (Romana Dehner, Straubing), „Carrera-Autorennbahn“ (Richard Horn, Regensburg), „Bayerisches Zylinderwerfen“ (Georg Michl, Nürnberg), „Scheibenzirkus“ (Richard Richter, Oberschneiding), „Clown werfen“ (Ilse Stranninger, Straubing), „Pfeilwerfen“ (Welda Heinen, Worms), die „Lustige Nagelei“ von Gotthard und Heinrich Stey aus Abensberg/Offenstetten oder Alfons Richters „Kaspertheater“. Auf die kleinen „Festbesucher“ warteten u. a. das „Märchenkarussell“ von Fredi Neufeld aus Straubing, die „Märcheneisenbahn“ von Willy Scherrle aus München, sowie die Kinderkarussells, der auch heute noch bekannten Firmen Stranninger und Sgraja aus Straubing. Neu für Straubing – wie bereits erwähnt - war das Kinderkarussell „Kinder-Motocross“ von Klaus Mittler aus Köln.

Video: Gäubodenvolksfest vor 25 Jahren

Ostbayernschau

Parallel gab es natürlich auch die bis heute bekannte Ostbayernschau. Zeitdauer vom 14. mit 22. August 1993. Die Ausstellerzahl betrug ca. 470 (davon ca. zwei Drittel aus Südbayern) und die Geländefläche erstreckte sich über ca. 65.000 Quadratmeter (davon ca. 50.000 Quadratmeter Hallenflächen und ca. 15.000 Quadratmeter Freigelände) mit 18 Hallen! Zu bestaunen gab es wie immer verschiedene Produkte und Dienstleistungen, egal ob für Landwirtschaft, Handwerk oder auch für den Haushalt. Zum ersten Mal in einem eigenen Zelt präsentierte sich der bayerische Rundfunk mit seinem „gläsernen Studio“ (Halle 17)! Ebenso wie noch heute war der Eintritt der Ostbayernschau frei. Diverse Sonderschauen rundeten auch 1993 wieder das vielfältige Angebot ab.

Veranstaltungen

1993 gab es ebenfalls die beliebte Lampionfahrt auf der Donau – zum zweiten Mal mit Musikuntermalung beim Niederfeuerwerk, das große Abschlussfeuerwerk, Kindernachmittage, eine Wasser-Ski-Show, Vorführungen und dergleichen wie man sie noch heute kennt. Besonders die Lampionfahrt erfreut sich früher wie heute - über einen dermaßen großen Zuspruch wie man auch 2017 wieder sehen konnte. Über 12.000 Besucher verweilten auch 2017 am Ufer der Donau um diese einzigartige Veranstaltung mit seinem extravaganten Flair zu bestaunen! Früher wie heute – eine einzigartige und zeitlos-romantische Veranstaltung!

Die Festleitung

Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH 1993 zum zweiten Mal federführend

Für das Gäubodenvolksfest verantwortlich zeigten sich 1993 die nun bereits im zweiten Jahr in eine Gesellschaft der Stadt Straubing umgewandelte Veranstaltungsorganisation namens „Straubinger Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH“ mit ihrem Geschäftsführer Eckhard Westphal, den beiden Prokuristen Hans Jakob und Werner Jähn, sowie den Mitarbeitern Albert Sturm, Max Riedl und Hans Birkholz. Unterstützung fanden sie durch ihre Kollegen Ilse Wamser, Hannelore Ass, Birgit Aich, Brigitte Hien und Werner Artmeier. Zum Festausschuss zählten u. a. die Stadträte Eduard Gruber, Ernst Moser, Manfred Fuchs, Hans Lohmeier, Dr. Adolf Herpich und Elisabeth Speigl.

Amüsanter Volksfest-Splitter 1993

Am 18. August 1993 berichtetet das Straubinger Tagblatt folgendes: Eingesperrt! Um ein allzu menschliches Bedürfnis zu befriedigen, begab sich ein 58jähriger Mann aus dem Landkreis Traunstein kurz nach Mitternacht zum Montag auf eine Container-Toilette in der Nähe des „Vogel-Jakob“. Währenddessen wurde die Toilette von Berechtigten abgesperrt, so dass es dem „glücklich Erleichterten“ nicht gelang, wieder ins Freie zu gelangen. Zwischenzeitlich hatte sich eine Polizeistreife auf den Weg gemacht, um beim Festamt jemanden zu erreichen, der den Mann aus seiner misslichen Lage befreien konnte. Ein „Spezi“ des Eingesperrten kam aber diesem Vorhaben zuvor, indem er das Fenster in der Zugangstüre des Toilettenraumes einschlug, und so seinen Bekannten befreite.

Schön war's!

Im Jahre 1993 buhlten rund 110 Fahr- und Belustigungsgeschäfte auf 90.000 Quadratmetern Fläche um ihr Publikum. Das Gäubodenvolksfest hatte ca. 1,2 Millionen Besuchern die ca. 600.000 Maß Bier tranken. Und wie in den Jahren zuvor war es ebenso auch wieder das schönste Fest von allen!

Damals wie heute blieb auch wieder die Vorfreude auf das nächste Gäubodenvolksfest Zwinkernd


Text: Thomas Schmid, Fotos: Archiv Thomas Schmid
sowie Straubinger Tagblatt und Chronik "A Trumm vom Paradies" - Herausgeberin Dr. Krenn
Erstellung des Textes: April 2018