Marino der Kirmesfan: schneller - höher - weiter

Er ist zwar erst 14 Jahre alt, geht aber schon ebenso lang aufs Straubinger Gäubodenvolksfest.

Er fährt leidenschaftlich gerne Karussells und verfügt – trotz seines jungen Alters – schon über viel Fachwissen der Schaustellerbranche.

Die Rede ist von Marino, wohl einem der größten Kirmesfans überhaupt!

Lange dachten wir keinen größeren Volksfestkenner mehr zu finden als wir es vom Volksfestportal selber sind, aber wir haben ihn gefunden!

Wo? Natürlich am Gäubodenvolksfest in Straubing!

Ein Wiesn Kind

Eigentlich ist Marino ein „Wies´n“ – Kind, denn sein Geburtstag fällt stets in den Zeitraum des wohl berühmtesten Festes der Welt, dem Münchner Oktoberfest, aber er ist ein Niederbayer, ein waschechter Niederbayer und somit ist seine Homebase auch das Straubinger Gäubodenvolksfest – nicht nur, aber eben hauptsächlich – noch!

Die Leidenschaft von Mama geerbt

Marino mit Mama Nicole  im Power Tower
Marino mit Mama Nicole im Power Tower

Woher diese Leidenschaft kommt ist nicht schwer zu erahnen, denn bereits seine Mama Nicole war früher schon gerne auf Volksfesten und das Straubinger war halt auch ihr Volksfest – immer schon!

 

Schnell knüpfte sie früher dort viele Schaustellerkontakte und da war auch der Weg nicht mehr weit einmal selbst bei Schaustellern zu arbeiten. Nicole war eifrig engagiert und auch bei vielen Schaustellern beliebt.

 

Ihre ersten Erfahrungen machte sie dann als Teenager bei namhaften Schaustellerfirmen wie Michael Courtney (bis 2015 Feuer + Eis), Alexander Stey (Fadenziehen) oder auch an einer früher bekannten Reitbahn konnte man sie häufig sehen.

Im Kinderkarussell das Seil abgerissen ...

Marino und „Michi“ am Wellenflug
Marino und „Michi“ am Wellenflug

Und somit lag es natürlich nicht weit, dass der kleine Marino (auch bekennender Straubinger EHC-Fan, sowie sehr Fußball- und Sportbegeistert!) schon in seinem ersten Lebensjahr „Volksfestluft“ schnupperte und er somit von diesem „Virus“ fortan infiziert war.

 

Mit ungefähr 3 Jahren saß er dann schon als „Feuerwehrmann“ in den Kinderkarussells von Stranninger. Dort saß er wohl so oft und häufig, dass er sogar mal vor lauter läuten das Seil der Feuerwehrglocke abgerissen hat!

 

Mama Nicole musste stets mehr als ein Fahrchip lösen, denn saß Marino mal in einem Karussell hieß es so schnell nicht mehr aussteigen – und dies ist auch heute noch so!

 

Mit 5 oder 6 Jahren durfte Marino dann auch schon mit auf die berühmte Wies´n in München und dort zählte dann die „Alpina Bahn“ der Familie Bruch schnell zu seinen Favoriten!

Schaustellerfachchinesich oder doch lieber Bayerisch?

Marino fährt zwar viel und gerne Karussell – und die Dinger können nicht hoch und schnell genug sein – aber was ihn auch auszeichnet sind seine ruhige, freundliche und hilfsbereite Art die gerade auch bei den Schaustellern gut ankommt! Er mag es zwar schnell, hoch und rasant, aber er liebt auch die ruhigen Momente eines Festes, ist sehr interessiert was Technik und Transport angeht, ist auch gerne mal hinter den Kulissen, knüpft gerne neue Freundschaften zu Schaustellern und weiß es auch zu schätzen was eine echte Schaustellerfreundschaft bedeutet!

 

Schon in jungen Jahren „brabbelte“ er mit den Schaustellergehilfen und versuchte gerade auch „polnische Schaukelburschen“ von seinen Redekünsten und Meinungen zu überzeugen. Ob sie sich aber gegenseitig verstanden haben bleibt bis heute ein Geheimnis.

 

Marino ist wirklich ein unbeschreiblicher Kirmesfan und wie erwähnt auch schon mit einigen Schaustellern befreundet. So z. B. auch mit Welda Heinen aus Worms, die eine Pfeilwurfbude betreibt. Diesen Kontakt hatte er früh durch seine Mama Nicole, weil diese, wie übrigens die gesamte Familie sehr tierlieb ist und Frau Heinen auch einen Hund namens „Prinz“ hat, der auch öfter mal am Geschäft ist und der natürlich auch stets „begrüßt“ werden muss.

Vom Schifferlschießen für Plüschtiere ...

Aber auch bei Bobo Stey und seiner Frau Jeanette Eckl-Stey am Schifferlschießen im historischen Teil des Gäubodenvolksfestes ist Marino gerne gesehen. Da wird dann gefachsimpelt, geschossen und natürlich - auch gewonnen! Schon mehrere Plüschteddybären kann Marino sein Eigen nennen. Und bis vor kurzem waren sie oft noch größer als er selbst!

Wird alles rechtzeitig fertig am Festplatz?

Im letzten Jahr ist Marino dann auch zum ersten Mal mit seiner Oma aus Windberg mit dem Fahrrad schon vor dem Volksfest nach Straubing gefahren, weil er es einfach nicht mehr erwarten konnte bis es los ging und weil er sich eben auch für das gesamte Drumherum eines Volksfestes interessiert. Außerdem musste er ja auch schauen, dass die Schausteller rechtzeitig zum Volksfestbeginn fertig sind! Alles andere ginge ja gar nicht!

Und so sah er interessiert zu wie seine Lieblingsfahrgeschäfte „Transformer“, „Top Spin“, „Sky Fall“, „Wellenflug“ und auch all die anderen aufgebaut wurden.

Echte Volksfest-Freundschaften

Marino und Tom (Breaker) am Tower Event Center
Marino und Tom (Breaker) am Tower Event Center

Und just in letztem Jahr geschah es dann auch, dass Marino durch einen Zufall Michael Peter, alias „Volksfestchecker“ kennenlernte, dessen Videos er immer schon den ganzen Winter anschaut um die „volksfestarme“ Zeit etwas zu überbrücken.

 

Im Schlepptau hatte der „Volksfestchecker“ dann auch noch unseren „Nicht-Spezialisten“ der Schaustellbranche Thomas Schmid – tja und das war dann quasi der „Jackpot“, da Marino nun die geballte „Volksfestpower“ oder nennen wir es mal „Volksfestelite“ auf einen Schlag um sich hatte.

 

Und daraus wurden dann echte Volksfest-Freundschaften die etwas besonders sind!

Schausteller kennen lernen

Aufgrund dieser neu-gewonnen Freundschaften lernte Marino dann auch zwischenzeitlich schon andere Volksfeste kennen, wie z. b. das Stuttgarter oder das Nürnberger Frühlingsfest wo er sogar auch schon auf Vlogs zu sehen ist, konnte in München am Frühlingsfest neue Kontakte mit „Parkour“-Chef Andreas Aigner, oder „Flip-Fly“- Inhaber Thomas Clauß knüpfen. Und ebenso lernte er auch Andreas Kunz vom „Geister Schloss“ kennen.

Gruuuselig sind die Geisterbahnen schon, oder?

Marino mit Yvonne + Tim Börschel vom Geisterschloss
Yvonne + Tim Börschel Geisterschloss

Apropos Thema „Geisterbahnen“: egal ob ein Fahrgeschäft 100 Meter hoch ist, mit 200 Stundenkilometern dem Erdboden zurast oder es sich 2500 Mal überschlägt – Marino ist überall dabei - nur beim Thema Geisterbahnen kommt er schnell an seine Grenzen.

 

Das bereits erwähnte „Geister Schloss“ von Andreas Kunz aus München war vor 4 Jahren seine erste Geisterbahn der er aber heute noch mit viel Respekt begegnet.

 

Aber Marino wagt sich auch schon weiter vor und nahm vor kurzem am Nürnberger Frühlingsfest seine zweite Bahn in Angriff. „Fahrt zur Hölle“ war sein „neues Projekt“ was er aber ebenfalls mit Bravour und voller Stolz absolvierte.

 

2017 dagegen gastiert ja wieder „sein“ Geister Schloss in Straubing und da wird er wohl auch wieder einige Runden drehen und vielleicht dort auch noch viel mehr erleben – wir werden darüber vielleicht berichten!

Seine Lieblingsfahrgeschäfte

Marino mit Andy im Looping the Loop

Zu seinen Lieblingsfahrgeschäften zählen der „Transformer“, „Top Spin“, „Parkour“, „Wellenflug“ und „Sky Fall“, aber Marino liebt – wie eingangs bereits erwähnt – die ruhigen Momente auf den Volksfesten.

 

Zu seinen Lieblingsaktivitäten z. B. zählen losen, Schifferlschiessen, oder das Pfeilwerfen auf Ballons. Oder auch die Geschäfte im historischen Bereich des Gäubodenvolksfestes.

 

In Bierzelte dagegen geht Marino nicht so gerne – er ist lieber draußen am Vergnügungspark und genießt die Volksfestatmosphäre!

Taferl-Bua und mehr ...

Marino dürfte aber sogar einigen eifrigen „Volksfestgängern“ bekannt sein, denn am Volksfestauszug geht er immer als „Taferl Bua“ der bekannten Karmeliten Brauerei vorne weg. Also aufpassen und fleißig winken wenn Sie ihn sehen!

 

Nun und bald ist ja wieder Straubinger Gäubodenvolksfest-Zeit und Marino zählt schon die Tage bis es endlich wieder losgeht. Und da er sich immer sehr engagiert und interessiert zeigt wird er auch in diesem Jahr zusammen mit seiner Mama Nicole auch gelegentlich mal für unser Volksfestportal unterwegs sein.

 

Wir wünschen Marino und seiner Familie eine schöne Volksfestzeit, tolle Stunden am Gäubodenvolksfest und Marino für seine Zukunft die geilste Zeit auf Deutschlands schönsten Volksfesten!

Text: Thomas Schmid, Bilder: Thomas Schmid, Archiv Familie E.
Stand Text: Juni 2017